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Mensaner?
Es
wird behauptet, dass die einzige Gemeinsamkeit der Mensa-Mitglieder diejenige
ist, einen IQ jenseits der 130 zu haben. Das trifft aber nur bedingt zu.
Die Mitglieder von Mensa sind zwar durchaus ein sehr "buntes Volk"
und stammen aus allen sozialen und kulturellen Schichten, aber bei all
den Unterschieden lassen sich auch Gemeinsamkeiten finden.
Humor:
Bei den Treffen wird meist viel gelacht. Oft und gern wird dabei doppeldeutig
kommuniziert, mit feinsinnigem Humor und sehr schlagfertigen Antworten.
Interessen:
Viele Mensaner haben im Laufe ihres Lebens eine sehr beachtliche Sammlung
an Hobbys, Interessens- und Wissensgebieten oder auch Berufen angesammelt.
Der Wunsch ständig zu lernen, Neues auszuprobieren und Wissen zu
erwerben ist fast allen gemeinsam.
Bücher:
Die meisten von uns lieben sie und geben die Zahl ihrer Bücher in
Laufmetern der Regale an.
Worte:
Mensaner spielen im allgemeinen unglaublich gerne damit,..
Rätsel:
Denksport jeder Art und Spiele in allen möglichen Varianten werden
vielfach sehr gern praktiziert.
Im
übrigen sind Mensaner:
jung, alt, neugierig, verspielt,
nüchtern, kreativ, abstrakt, offen, eigenbrötlerisch, nicht
immer nur die besten Schüler - meist aber diejenigen mit den originellsten
Ideen,...
...Menschen wie alle anderen auch - mit einem kleinen Geschenk der Natur,
aus dem wir versuchen das Beste zu machen.
Warum
bin ich bei Mensa?
Dass
es Mensa gibt, hab ich zuallererst von meinem Vorgesetzten erfahren.
Am Anfang hat es mich nicht wirklich interessiert mich zu bewerben. Erst
drei Jahre später als ich schon gar nicht mehr wusste, dass Mensa
Mensa hieß und ich mühevoll im Internet nach diesem Verein
suchen musste, wollte ich dann wirklich wissen wie gescheit ich bin. Dass
ich nicht der Dümmste war, wusste ich schon von einem anderen Intelligenztest.
Aber der musste natürlich überboten werden. Und ich wollte einen
Beweis, Schwarz auf Weiß, für alle, die mich für dumm
verkaufen wollten. Schon beim Vortest gab ich mir die größte
Mühe und suchte den bestmöglichen Zeitpunkt aus. Nach erfolgreichem
Vortest ging ich zum Haupttest. Etwas nervös war ich schon, aber
Gott sei dank nicht zu viel. Zu dem Zeitpunkt war mir die Mitgliedschaft
bei Mensa noch nicht so wichtig, sondern ich war lediglich wegen meines
IQs zum Test gekommen. Aber beim Test und nach dem Test hab ich dann die
ersten Mensaner kennen-gelernt. Und die waren freundlich, hilfsbereit,
offen, eloquent, unbefangen, interessiert, neugierig, ungezwungen, sympathisch,
lustig und einfach zum Gern-haben.
Das Ergebnis des Tests ließ aufgrund der Sommerferien ewig lange
auf sich warten, aber schließlich konnte ich aufatmen und mich selber
einen Mensaner nennen.
Thomas
Wolkenstein
Da
muss es doch noch andere geben -
Seit meiner Kindheit hörte ich ständig Aussagen wie:
"Ja duuu,.." oder "Eh klar dass duu..... wir warten jetzt
mit Erklärungen aber trotzdem auf die anderen". Nie konnte mir
jemand erklären was an mir anders war. Immer auf der Suche nach "dem
Rudel" wurde ich bei Mensa fündig. Die Gemeinsamkeit von Menschen,
die äußerlich betrachtet grundverschieden sind, ist schwer
in Worte zu fassen. Sie lässt sich am ehesten als gemeinsame Wellenlänge
beschreiben. Eine Art des Einander-Verstehens, die sich bei den Gesprächen
einstellt. Das Tempo mit dem Dinge vom Gegenüber erfasst werden ohne
langatmige Erklärungen, eine große Offenheit für andere
Menschen die nicht Norm-all sind und die Möglichkeit für alles,
das mich gerade interessiert kompetente Gesprächspartner zu finden,
machen für mich einen großen Teil des Charmes von Mensa aus.
Karina
Leitner

Schuld ist der Klassenvorstand...
Während meiner Mittelschulzeit wurden vom Unterrichtsministerium
Untersuchungen über den IQ der Schüler durchgeführt. Leider
war ich aus „gesundheitlichen Gründen“ bei der Präsentation
des Ergebnisses nicht anwesend. Als Strafe für mein unentschuldigtes
Fernbleiben hat mir mein damaliger Klassenvorstand das Ergebnis nicht
bekannt gegeben sondern mir nur ein recht gutes Abschneiden bescheinigt.
Mit 40jähriger Verspätung wollte ich es genau wissen und bin
nach Absolvierung des Haupttests bei Mensa geblieben.
Wolfgang
Großfurtner
Ich
kann mich noch gut daran erinnern, als ich den Aufnahmetest machte.
Frisch getrennt von einem Mann, welcher mir täglich meine „Dummheit“
bescheinigt hatte wagte ich mich hin – und bestand. HURRA. Nach
den ersten Freudentränen kam ein halbes Jahr in welchem ich es nicht
wagte geballt lauter intelligente Menschen zu treffen. Doch als ich Alison,
unserer damanilgen Lokalsekretärin, ein Mail diesbezüglich schrieb,
antwortete sie mir sofort unheimlich nett und lud mich zu einem Stammtisch
ein. Nervös und ängstlich machte ich mich auf den Weg. In meinem
Kopf stellte ich mir die Personen vor, stellte ich mir die Stimmung vor.
Doch wie soll man Menschen einstufen von denen man nur weiß, dass
sie sehr intelligent sind? Überheblich? Arrogant? Quantentheoretisch
philosophierend? Alles war möglich!
Als ich im Fischerhäusl ankam, erkannte mich Alison sofort, kam zu
mir her, begrüßte mich und stellte mich der Runde vor. Sofort
wurde ich aufgenommen und fühlte mich wohl. Nichts war mit der Überheblichkeit
und Arroganz welche ich mir vorgestellt hatte! Allein der Umstand der
Intelligenz fügte uns zusammen und lässt uns ein Verein sein.
Allein der Umstand der Intelligenz lässt uns Achtung vor einander
haben. Dies wurde mir an diesem Tag bewusst. Die Möglichkeit über
Quantenphysik oder dergleichen zu philosophieren war und ist vorhanden,
doch wird erklärt ohne herabzusehen. Das finde ich schön!
Verena
Kraxner
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